Mögliche Folgen von Sonnenbrand

Erkältung behandeln Hautkrebsvorsorge – lassen Sie sich regelmäßig untersuchen.

Unsere Haut vergisst nichts! Tatsächlich wissen wir heute, dass jeder Sonnenbrand Spuren im genetischen Code der Hautzellen hinterlässt. Bis zu einem gewissen Grad kann unsere Haut derartige Schäden reparieren, doch über Jahre hinweg betrachtet kann widerholte, übermäßige Sonneneinstrahlung unumkehrbare Auswirkungen haben. Das Spektrum der Langzeit-Folgen reicht von frühzeitiger Hautalterung über Pigmentstörungen bis hin zur Entstehung von Hautkrebs.

Sonne & Haut: Folgen im Überblick

Rein oberflächlich betrachtet, kann sich unsere Haut nach einem Sonnenbrand recht schnell wieder erholen. Doch was wir nicht sehen: In den tieferen Hautschichten hinterlässt jeder einzelne Sonnenbrand deutliche Spuren, die DNA der Hautzellen wird geschädigt. Damit ist klar: Je häufiger wir es mit dem Sonnengenuss übertreiben und je höher die Anzahl der Sonnenbrände, desto eher müssen wir damit rechnen, dass das körpereigene Reparatursystem der Haut versagt. Mögliche Langzeit-Folgen sind:

  • Faltenbildung (vorzeitige Hautalterung, „Photoaging“)
  • Hyperpigmentierung (Pigmentflecken, „Altersflecken“)
  • Hautkrebs
Gut zu wissen: Da es bei Sonnenbrand zu einer Schädigung der äußeren Hautbarriere kommt, wird das Eindringen von Mikroorganismen begünstigt. Wer eine derartige „akute Folge“ in Form von bakteriellen Infektionen vorbeugen möchte, sollte daher Sonnenbrand in jedem Fall gezielt behandeln.

Lichtalterung („Photoaging“)

UV-Strahlung spielt heute die wichtigste Rolle, wenn man von der sogenannten „extrinsischen Hautalterung“ spricht – also der Hautalterung, die durch äußere Faktoren bedingt ist. Sowohl UV-A- als auch UV-B-Strahlung begünstigen die Bildung von Falten, wobei UV-B-Strahlung noch tiefer in die Haut eindringt. Damit ist nicht nur das natürliche Sonnenlicht sondern auch die künstliche UV-Strahlung in Solarien regelrechtes „Gift“ für einen strahlend-frischen, jugendlichen Teint. Fest steht: Allein im Gesicht ist UV-Strahlung zu etwa 80 % (!) für die Bildung von Fältchen verantwortlich. Effektiver Sonnenschutz spielt also auch in puncto Anti-Aging eine wichtige Rolle.

Sonne & Hautkrebs

Doch übermäßige Sonneneinstrahlung schadet nicht nur unserer Schönheit und dem Hautbild. Sie kann auch ernste Folgen für unsere Gesundheit haben. So wissen wir heute, dass Hautkrebs sowohl von UV-A- als auch von UV-B-Strahlen begünstigt wird. Fest steht: Pro Jahr erkranken etwa 100.000 Menschen neu an Hautkrebs. Dabei haben viele immer nur den gefürchteten schwarzen Hautkrebs vor Augen. Doch es gibt unterschiedliche Formen von Hautkrebs: Schwarzer und weißer Hautkrebs, wobei weißer Hautkrebs (auch „heller Hautkrebs“) deutlich häufiger vorkommt. Als Risikofaktor spielt bei der Entstehung der meisten Hautkrebs-Arten vor allem eines eine Rolle: UV-Exposition und die Häufigkeit von Sonnenbränden!

Weißer Hautkrebs: Arten

Beim weißen Hautkrebs (auch „heller Hautkrebs“) werden unterschiedliche Arten unterschieden. Das Basalzellkarzinom zählt dabei zum häufigsten Hauttumor in der weißen Population mit einem Lebenszeitrisiko von 30 Prozent – Tendenz steigend. Basalzellkarzinom (auch „Basaliome“)

  • Häufigster Hauttumor
  • Tritt vor allem im Alter zwischen 60 und 70 Jahren auf
  • Entwickelt sich schleichend über viele Jahre (Jahrzehnte!) hinweg
  • Besonders gefährdet: Menschen von Hauttyp I und II
  • Tritt unter Einfluss von UV-Licht vor allem auf den sogenannten Sonnenterassen der Haut auf (v.a. Gesicht, Stirn, aber auch Glatze, Stirn, Augen, Ohren, Kinn, Schultern, Rücken, Dekolleté, Fußrücken)
  • Häufig zunächst kleines, helles etwas erhabenes Knötchen (hautfarben oder gelb-rötlich mit glänzender Oberfläche)
  • Später: Knotige, flache, geschwürartige Ausprägungen mit Neigung zu Blutungen und Krustenbildung
  • Neigt eher nicht zu Metastasierung
  • Entfernung: meist chirurgisch; Gute Heilungschancen bei frühzeitiger Erkennung

Plattenepithelkarzinom (auch „Stachelzellkrebs“ oder „Spinaliom“)

  • Zweithäufigste Hautkrebs-Form
  • Häufig ab dem 60. Lebensjahr, Männer häufiger betroffen, als Frauen
  • Bildung vor allem auf den Sonnenterrassen der Haut
  • Zunächst warzenähnliche Hautveränderung (grau, gelb-bräunlich)
  • Wulstartiges Wachstum, gelegentliches Nässen
  • Metastasierung möglich
  • Therapie: Häufig chirurgische Entfernung

Aktinische Keratose

  • Vorstufe des Plattenepithelkarzinoms, Frühform des hellen Hautkrebs
  • Meist in Gruppen auftretend, zunächst häufig nur kleine gerötete, bräunliche Läsionen, später eher Knötchen
  • Rau und trocken, daher auch die Bezeichnung „raue Lichtschwiele“ (lassen sich vor allem ertasten, fühlen sich wie Sandpapier an)
  • Folge chronischer Lichtschädigung
  • Tritt v.a. auf den Sonnenterrassen der Haut auf

Eine weitere Form des hellen Hautkrebses ist der Morbus Bowen, der sich in Form einer rötlich-schorfigen Erhebung zeigt und v.a. am Unterschenkel, im Gesicht oder auch an Rumpf oder Fingern auftritt.

Schwarzer Hautkrebs

Der schwarze Hautkrebs zählt zu den gefährlichsten Hautkrebsarten. Umso wichtiger ist die frühzeitige Diagnose! Schwarzer Hautkrebs

  • Kann auch an nicht-sonnenexponierten Stellen auftreten (z. B. behaarte Kopfhaut, Genitalbereich, unter Finger- oder Fußnägeln)
  • Schnelle Metastasierung über Blut- und Lymphsystem möglich
  • Therapie: Chirurgisch, ggf. Chemo- und Strahlentherapie, Antikörpertherapie
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